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#10 Die Ahninkette - Der Ausstieg aus dem kollektiven Urtrauma


In den vergangenen Episoden hast du viel über den Verlust des menschlichen Kontinuums, das kollektive Ur-Trauma, das daraus entstandene kollektive Stockholm-Syndrom und dem schädlichen Siegeszug des Patriarchats erfahren, das mittlerweile fast komplett die gesamte Menschheit betrifft. Nur noch wenige, sehr abgelegene, meist indigene Stämme konnten sich das Kontinuum erhalten. Doch die ganz wenigen, heute noch existierenden matrifokalen Gesellschaften, wie die Mosuo in Südchina oder die Khasi in Nordindien, stehen unter einem massiven Druck des Patriarchats. Die oft erwähnten Mingankabau in Indonesien sind ein aktuelles Beispiel, wie hier ein matrifokales Volk aktuell vom Patriarchalisierungsprozess in seiner Lebenswirklichkeit durch die massiven Veränderungen und Einflüsse von außen sich kaum noch die eigene Identität bewahren kann.

 

Können wir den Sieg des Patriarchats noch aufhalten bevor es alle unsere Lebensgrundlagen vernichtet hat?

 

Ich hoffe und visualisiere es! Und ich möchte meinen kleinen Beitrag dazu leisten, das Patriarchat mitsamt seiner Wurzel auszugraben. Die letzten 1000 Jahre – und besonders die letzten 200 Jahre – haben derart große Schäden angerichtet, dass wir als Gattung vor der eigenen Vernichtung stehen. Zum Glück wird es die Verursacher und Profiteure mit in die Vernichtung reißen. Leider aber auch den Großteil der Natur, wie wir sie kennen. Mutter Erde als komplexer, planetarer Organismus, hat dann wieder ein paar Millionen Jahre Zeit, neue und andere Spezies hervorzubringen.

 

Meine Hoffnungen liegen auf den ganz abgelegenen, bis heute unkontaktierten indigenen Völkern in Südamerika und Asien. Ihre Lebensweise macht sie resilient gegen die enormen Veränderungen, denen sie jetzt ausgesetzt sind. Sie leben mit und in ihrer Mitwelt und können sich so leichter anpassen, als wir wohlstandsverwahrlosten, patriarchalisierten, modernen Menschen, die den Zugang zu und dem Umgang mit unserer Mitwelt völlig verlernt haben. Trotzdem sind sie enormen Druck der patriarchalisierten, profitorientierten Welt von außen ausgesetzt.

 

Um nicht zu pessimistisch zu werden – wir haben noch eine klitzekleine Chance!

 

Nicht, indem wir weiter auf Technologien setzen, die weiterhin den Raubbau an den irdischen Ressourcen fordern, sondern, indem wir uns an das Wissen unserer Ahninnen anbinden. An die Ahninnen, die vor dem Überfall der Hirtennomaden in und mit ihrer sich beständig verändernden Welt gelebt haben.

 

Diese Erinnerungen sind in dir und sie sind in mir. Sie sind in jedem von uns Menschen in unseren Mitochondrien abgespeichert, den kleinen Zellkraftwerken, ohne die unsere Organismen nicht arbeiten könnten. Und – die Mitochondrien werden NUR von der Mutter an die Kinder vererbt. Das heißt, dass du dich über deine mütterliche Ahnenlinie zurück erinnern kannst, wie das Leben vor dem kollektiven Ur-Trauma war. Dadurch erfährst du das erste Mal wieder wirklichen Frieden, wirkliche Freiheit und bekommst das Wissen, dass du vor gar nichts mehr Angst haben musst.

 

Wie das funktioniert? Das kannst du zum Beispiel im Kursmodul „Die Ahninkette“ erlernen.

 

Du bekommst durch das Anfertigen einer Perlenkette Zugang zu allen deinen mütterlichen Ahninnen, ohne die du heute nicht hier wärst. Du spürst, wo deine Ahninnen Probleme oder Schwierigkeiten hatten und wenn du bis an den Zeitpunkt zurück gereist bist, an dem deine Ur-Ahnin das erste Mal mit den Übergriffen der patriarchalen Hirtennomaden konfrontiert wurde, erkennst du, dass sich alle Traumatisierungen in deiner mütterlichen Ahnenlinie auflösen. Sie haben aufgehört, dich zu belasten. Alle deine Probleme werden sich in der folgenden Zeit auflösen und du wirst tatsächlich ein neuer Mensch werden, frei von Ängsten, psychischen Problemen, Süchten und anderen ungesunden Verhaltensweisen.

 

Wenn du mit deiner Ahninkette weiter zurück in die Vergangenheit reist, in die Zeit vor der Patriarchalisierung – also weiter als 8.000 Jahre zurück, in die Jungsteinzeit, oder noch weiter zurück bis in die Zeit, als deine Ahninnen wundervolle Kleinplastiken auf der Schwäbischen Alb herstellten oder in den Höhlen Südfrankreichs und der Pyrenäen grandiose Tierdarstellungen an Höhlenwände malten, dann spürst du die Ruhe, die Freiheit und das Eins-Sein in deinem ganz persönlichen Mensch-Sein, nach dem du dich schon dein ganzes Leben lang gesehnt hast. Kein Meditations- oder Yoga-Kurs kann dich an diesen Ort bringen, keine Psychotherapie dich komplett vom kollektiven Trauma befreien.

 

Dann erkennst du, dass du den grausamen Kreislauf der Traumatisierungen durchbrochen hast. Du musst nicht mehr selber andere Menschen traumatisieren, um deine verletzte Seele zu schützen.

 

Und – dadurch, dass du aus dem Kreislauf ausgestiegen bist, erkennst du schnell bei anderen Menschen ihre Traumatisierungen. Sie werden sich durch dich getriggert fühlen, denn sie sehen etwas, was noch außerhalb ihres Erfahrungshorizontes liegt. Das macht ihnen Angst und deshalb passiert es schnell, dass sie dich angreifen. Dann ist es wichtig, liebevoll bei dir zu bleiben, den Angriff als das zu sehen, was er ist: die Angst vor dem Unbekannten, die Angst vor Menschen, die frei von Trauma sind.

 

Stell dir jetzt vor wie es wäre, wenn alle Menschen (oder zumindest ein Großteil davon) ihre Generationen übergreifenden Traumatisierungen aufgelöst hätten! Niemand würde mehr einem anderen Menschen die Schuld an seinem Unglück oder Leiden geben, niemand müsste aus Angst vor seelischen Verletzungen andere Menschen seelisch verletzen. Wir würden keine Kriege mehr führen, denn wir hätten keine Angst mehr vor dem Anderen.

 

Kriege werden nur aus Angst geführt, Angst vor dem Verlust von Land oder Status, Angst davor, dass der Andere mich übervorteilt, Angst, dass die anderen meine eigenen Minderwertigkeitskomplexe erkennen könnten.

 

Mutige, selbstbewusste Menschen müssen keine Kriege führen, Kriege sind von Feiglingen für Feiglinge.

 

Wenn jetzt alle Menschen mit Hilfe ihrer Ahninkette ihre Traumatisierungen auflösen und wir uns wieder alle an das Wissen unserer Vorfahrinnen anschließen – es war ja nie weg, nur im Zellgedächtnis verschüttet – dann finden wir Strategien, die uns vor dem Untergang der Spezies Mensch noch rechtzeitig bewahren können. Denn das Wissen unserer Ahninnen, die sich beständig, für uns heute unvorstellbar, auf die Gefahren ihrer Welt in jedem Augenblick neu einsortieren mussten, das ist ja nicht weg.

 

Wir Menschen, besonders wir Menschenfrauen, sind so derart resilient, dass wir es sogar geschafft haben, die letzten, die schlimmsten, 2.000 Jahre Patriarchat zu überleben. Und das Leben, obwohl die äußeren Umstände für Mütter und Kinder sehr, sehr schlecht waren und bis heute sind, am Laufen zu halten und weiter zu geben.

 

All das oben genannte gilt übrigens genauso für dich als Mann. Denn wie ich bereits in einer voraus gegangenen Blogartikel gesagt hatte, ein Mann ist zuerst der Sohn seiner Mutter, dann alles andere. Und als Sohn deiner Mutter hast du ebenfalls alle Erinnerungen deiner mütterlichen Ahnenlinie vererbt bekommen (du kannst sie nur nicht genetisch weiter geben). Daher ist auch für dich als (erwachsener) Sohn die Arbeit an und mit der Ahninkette ein heilsamer Prozess, wieder ins menschliche Kontinuum zu kommen und ein wahrer Mann, jenseits patriarchal-toxischer Männlichkeit, zu werden.

 

Mehr dazu in der Bonusepisode „Männer und das menschliche Kontinuum“.

 

Also, wenn du selbst bereit bist, aus der „Tradition“ der Traumatisierungen auszusteigen und den Hass und die Wut auf deine Mutter und Großmutter loslassen willst, weil du anerkennen kannst, dass sie selber nur überleben wollten. Wenn du aus deinen Ängsten, Süchten und Dramen ein für alle Mal aussteigen willst, dann geh mit mir den UMA-Weg. Den Weg in den Ursprung des menschlichen Kontinuums, den Weg raus aus Mutterschuld und Mutterkarma und den Weg der Ahninkette. Setz dich unverbindlich auf meine Mailingliste und du bekommst regelmäßig Infomaterial zu meinen Fortbildungen, Workshops und Online-Seminaren.

 

Hier findest du den Artikel zum Anhören eingebettet von YouTube:

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